Frankfrut/Main. Der EMI lag im Berichtsmonat Februar bei 55,8 nach 55,0 im Januar. Werte über 50 bedeuten Wachstum. Dank robuster Produktionssteigerungen der Investitionsgüterhersteller wuchs die Industrieproduktion so stark wie zuletzt im Juni 2000. Die Industrieunternehmen erzielten das höchste Auftragsplus seit 21 Monaten (58,5 im Februar nach 57,6 im Januar). Ursächlich für die positive Entwicklung waren der Aufschwung der Weltkonjunktur, die Einführung neuer Produktlinien sowie erfolgreiche Marketingaktivitäten. Kräftig zugelegt haben im Februar Bestellungen aus dem Ausland, insbesondere aus den USA, Asien sowie Osteuropa. Um den höheren Produktionsanforderungen nachzukommen, weiteten die Unternehmen ihre Einkaufsmenge zum fünften Mal in Folge aus. Die Inflationsrate der Einkaufspreise beschleunigte sich deutlich. Diese Entwicklung war auf die gestiegenen Energie- und Metallpreise sowie die höheren Preise für Chemikalien, Elektronikbauteile, Papier und Kunststoffe zurückzuführen. Bedingt durch die starke Nachfrage nach Vormaterialien und die Kapazitätsengpässe bei den Lieferanten stieg die durchschnittliche Lieferzeit so kräftig wie seit November 2004 nicht mehr.
Einkaufsmanager-Index auf 19-Monats-Hoch
Die deutsche Industrie befindet sich weiter kräftig im Aufwind; sie expandierte im Februar so stark wie seit 19 Monaten nicht mehr. Dies signalisierte der RBS/BME Einkaufsmanager-Index (EMI).