"Ein tägliches Rätselraten"
Der kombinierte Verkehr verliert an Boden. Heiko Krebs und Dirk Steffes, Geschäftsführer von Kombiverkehr, erklären, warum das so ist und was dringend passieren muss, damit die Schiene wieder wächst.
13,5 Prozent Mengeneinbruch bei Kombiverkehr im vergangenen Jahr - das lässt aufhorchen. Wenn Sie das auf drei Hauptursachen herunterbrechen müssten: Wie viel war konjunkturbedingt, wie viel infrastrukturell bedingt und was war hausgemacht?
Heiko Krebs: Das ist nicht ganz sauber zu trennen. Aber wir können sehr klar sagen, dass wir allein schon durch die aktuelle Betriebslage der Infrastruktur einen erheblichen Umsatzausfall hatten. Wir konnten 2025 rund 4000 Verbindungen nicht fahren. Das waren in der Regel Züge, die wir hätten fahren wollen und bei denen wir auch davon ausgegangen wären, dass wir Volumen dafür gehabt hätten. Sie sind aber aus Infrastrukturgründen nicht zustande gekommen. Das ist ein ganz erheblicher Anteil an verlorenem Umsatzvolumen. Natürlich spielt die Konjunktur auch eine Rolle. Wir waren 2025 im fast fünften Jahr der Rezession oder der Stagnation. Aber im…