Die Behörden des Bundes und des Kantons Graubünden haben auf die prekäre Verkehrssituation auf der A13 am San Bernardino mit einem ganzen Paket von Maßnahmen reagiert. Schon jetzt wird der Schwerverkehr durch den Tunnel nur noch einspurig geführt. Die versuchsweise alternierende Einbahn-Regelung wird erlassen, um Kollisionen von schweren Fahrzeugen im 6,6 Kilometer langen A13- Straßentunnel zu verhindern, wie das Bau-, Verkehrs-und Forstdepartement des Kantons Graubünden in Chur bekannt gab. Ziel der Behörden ist es, das Verkehrsaufkommen auf der A13 zu dosieren. Die Einbahn-Regelung über sechs Werktage von 5 bis 22 Uhr sieht vor, dass Lastwagen jeweils 22 Minuten nach Norden und 22 Minuten nach Süden durch den Tunnel geführt werden. Je acht Minuten sind für die Entleerung vorgesehen, sodass der Schwerverkehr die Röhre im Stundentakt in beide Richtungen passiert. Personenwagen können den Tunnel weiterhin normal befahren. Diese Einbahn-Regelung wird auch für andere Tunnel auf den Zufahrtsrampen zur San Bernardino-Röhre in Betracht gezogen. Weitere Maßnahmen sind ein Lastwagen-Überholverbot auf den nicht richtungsgetrennten Teilabschnitten der A13 zwischen Reichenau und Mesocco, sowie die Einführung eines minimalen Abstandes von 150 Metern zwischen schweren Fahrzeugen. Solche Maßnahmen werden in sieben bis zehn Tagen in Kraft treten, sobald die entsprechenden Tafeln gesetzt sind. Der Minimalabstand für den Schwerverkehr gilt nicht nur für den San Bernardino, sondern für alle fünf Alpenpässe. Die Anordnung wurde vom Bundesamt für Strassenbau verfügt, wie es in Chur hieß. (vr/hrk)
Drastische LKW-Beschränkungen am San Bernardino
Einbahnregelung und Einführung eines 150 Meter Minimalabstandes sollen erneute Katastrophe verhindern