Leipzig. Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt (CSU) hat sich bei der offiziellen Eröffnung des Weltverkehrsforums in Leipzig für eine stärkere Digitalisierung der Verkehrswege ausgesprochen. Neue Technologien wie Telematik, Car-to-Car-Kommunikation und Verkehrsinformationen in Echtzeit sollen die Straßen nicht nur sicherer machen sondern auch leistungsfähiger. „Wir werden beim Verkehrsaufkommen alle Prognosen der Vergangenheit bei weitem übertreffen“, sagte der Minister mit Blick auf die begrenzten Ressourcen der Verkehrsinfrastruktur. „Wir müssen auf den Verkehrswegen höhere Kapazitäten erzeugen, dazu kann die Digitalisierung beitragen“, so Dobrindt. Die Logik dahinter: Weil die Kapazitäten der Verkehrsinfrastruktur begrenzt ist und nicht beliebig viele Straßen gebaut werden könnten, müsse die Aufnahmefähigkeit der vorhandenen Infrastruktur erhöht werden.
„Es geht darum, Strecken digital so abzubilden, dass Verkehre wesentlich besser vorhersehbar werden. Dadurch gehen wir in die Stauvermeidung was einen hohen volkswirtschaftlichen Nutzen hat." Derzeit bereite man eine Pilotstrecke in Deutschland vor, um die dafür nötige Sensorik zu testen.
„Wir müssen die Digitalisierung in die Verkehrsträger hineinbringen“, forderte der Verkehrsminister. Konkret nannte er PKW, LKW und die Bahn für den Individualreiseverkehr. In Kürze wolle er eine entsprechende Digitalisierungsoffensive mit der Bahn starten.
Am zweiten Tag des Weltverkehrsforums haben die 54 Verkehrsminister eine Ministererklärung verabschiedet, in der sie sich zu stärkerer internationaler Zusammenarbeit bekennen um die Herausforderungen für den Verkehrssektor, beispielsweise durch die sich wandelnden Gesellschaften oder durch den Klimawandel zu meistern. (diwi)