München. Das Supply Chain Management im Handel endete in der Regel an der Rampe der Filiale. Neuere Untersuchungen zeigen, dass die Kosten für die logistischen Tätigkeiten in den Filialen selbst nicht zu vernachlässigen sind. Vielmehr schlummern gerade in diesem Bereich enorme Optimierungspotenziale. Da gleichzeitig erhebliche Verbesserungspotenziale im Bereich der Bestandslücken existieren, muss die Filiallogistik komplett überdacht werden. Das schreibt Unternehmensberater Harald Gerking in seinem Fachbeitrag. Der Handelslogistikexperte zeigt den verantwortlichen Filialmanagern auf, wie sich Verbesserungen umsetzen lassen. Eine Kernthese dabei: „Die durchgeführten Projekte haben gezeigt, dass es oftmals sinnvoller ist, zusätzliche Kosten in der Zentrallagerabwicklung in Kauf zu nehmen und stattdessen die Filialen von unnötigen logistischen Tätigkeiten zu befreien. Dabei müssen Verkauf und Logistik enger als bisher zusammenarbeiten – eben ganz im Sinne eines Supply Chain Managements“, ist sich Gerking sicher. Als hilfreich bezeichnet der ehemalige Woolworth-Logistikchef auch den Einsatz von Prognosesoftware: „Unternehmen, die der automatischen Disposition nicht trauten, haben festgestellt, dass die Dispositionsvorschläge des Systems nach drei Monaten von den verantwortlichen Mitarbeitern ohne Korrektur übernommen wurden. Im Gegenzug waren Überbestände und Bestandslücken auch oft auf manuelle Korrekturen von Mitarbeitern zurückzuführen, so die Praxiserfahrungen von Gerking. (ak) Der Fachbeitrag steht unter Mehr zum Artikel zum kostenlosen Download bereit!
- gerking_Fachbeitrag_2009 (52.5 KB, PDF)