DGB will Mindestlohn und Aussetzen der Rente mit 67

11.01.2012 15:32 Uhr
Das summiert sich: Kein Arbeitnehmer soll weniger als 8,50 Euro in der Stunde verdienen

Kein Arbeitnehmer soll weniger als 8,50 Euro in der Stunde verdienen / Schlechte Beschäftigung Älterer macht frühere Rente zu Rentenkürzung

Berlin. Der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB) will dafür kämpfen, dass in Deutschland schon bald kein Arbeitnehmer weniger als 8,50 Euro in der Stunde verdient. Dies müsse noch in diesem Jahr im Gesetzesblatt stehen, sagte DGB-Chef Michael Sommer am Mittwoch in Berlin. Der gesetzlich fixierte Mindestlohn müsse dann alle "darunter liegenden Löhne kassieren". Der DGB dringt auch darauf, dass Leiharbeiter "nach einer kurzen Einarbeitungszeit" beim Lohn mit den Stammbeschäftigten gleichgestellt werden. Die Gewerkschaften warteten - bislang vergeblich - darauf, dass der Gesetzgeber handele.

Sommer stellte klar, dass die Gewerkschaften auch nach dem zum Jahresanfang begonnen Einstieg in die Rente mit 67 mit dem Thema keineswegs ihren Frieden geschlossen haben. Angesichts der noch immer unzureichenden Beschäftigung Älterer sei die Rente mit 67 "nichts anderes als eine Rentenkürzung". Der DGB-Chef forderte, die Anhebung des gesetzlichen Renteneintrittsalters so lange auszusetzen, "bis die Beschäftigungsquote älterer Arbeitnehmer relevant gestiegen ist".

Eine Zahl dafür nannte Sommer zwar nicht, ließ aber durchblicken, dass auch 50 Prozent - wie dies die SPD verlangt - aus seiner Sicht unzureichend seien. Zuletzt war nur gut ein Viertel der 60- bis 64-Jährigen in einer sozialversicherungspflichtigen Beschäftigung. (dpa)

MEISTGELESEN


KOMMENTARE

SAGEN SIE UNS IHRE MEINUNG

Die qualifizierte Meinung unserer Leser zu allen Branchenthemen ist ausdrücklich erwünscht. Bitte achten Sie bei Ihren Kommentaren auf die Netiquette, um allen Teilnehmern eine angenehme Kommunikation zu ermöglichen. Vielen Dank!

WEITERLESEN



NEWSLETTER

Newsletter abonnieren und keine Branchen-News mehr verpassen.


Die VerkehrsRundschau ist eine unabhängige und kompetente Abo-Fachzeitschrift für Spedition, Transport und Logistik und ein tagesaktuelles Online-Portal. VerkehrsRunschau.de bietet aktuelle Nachrichten, Hintergrundberichte, Analysen und informiert unter anderem zu Themen rund um Nutzfahrzeuge, Transport, Lager, Umschlag, Lkw-Maut, Fahrverbote, Fuhrparkmanagement, KEP sowie Ausbildung und Karriere, Recht und Geld, Test und Technik. Informative Dossiers bietet die VerkehrsRundschau auch zu Produkten und Dienstleistungen wie schwere Lkw, Trailer, Gabelstapler, Lagertechnik oder Versicherungen. Die Leser der VerkehrsRundschau sind Inhaber, Geschäftsführer, leitende Angestellte bei Logistikdienstleistern aus Transport, Spedition und Lagerei, Transportlogistik-Entscheider aus der verladenden Wirtschaft und Industrie.