Deutsche Post meldet deutlichen Gewinnanstieg

24.07.2008 14:28 Uhr
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Postler erwirtschaften weiter Wachstum
© Foto: ddp

Trotz Problemen bei Express und Luftfracht wächst der operative Gewinn zweistellig

Bonn. Die Deutsche Post hat im zweiten Quartal ihren operativen Gewinn zweistellig gesteigert. Dieses positive Ergebnis sei trotz eines schwächeren Wachstums in der Luftfrachtbranche und im Expressmarkt erzielt worden, berichtete die Post nach Börsenschluss am Mittwochabend. Vor Einmaleffekten sei der Gewinn vor Zinsen und Steuern (EBIT) um rund 18 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum gestiegen. Angaben zum Konzerngewinn nach Steuern wurde noch nicht gemacht. Die vom Bund erwartete Rückzahlung nach dem EU-Gerichtsentscheid im Beihilfestreit in Höhe von etwa einer Milliarde Euro werde erst im zweiten Halbjahr verbucht, sagte ein Post-Sprecher am Donnerstag in Bonn. Detaillierte Zahlen zum Quartal und zum gesamten ersten Halbjahr 2008 will der Konzern am 31. Juli vorlegen. Im ersten Quartal hatte die Post einen deutlichen Rückgang beim Ebit um knapp 15 Prozent verzeichnet. Dabei hatte sich neben der Finanzmarktkrise, die das Ergebnis der Tochter Postbank mit insgesamt 174 Millionen Euro belastete, auch das seit Jahren defizitäre US-Geschäft weiter negativ ausgewirkt. Alle Unternehmensbereiche hätten den Vorjahreswert erreicht oder übertroffen, teilte die Post in einer knappen Vorschau-Erklärung auf die Ergebnisse des zweiten Quartals mit. An den Gewinnzielen für 2008 halte der Konzern fest und erwarte unverändert einen operativen Gewinn von 4,1 Milliarden Euro. Beim Umsatz belasteten nach Angaben der Post negative Währungseinflüsse das Ergebnis und bremsten das Wachstum im Vergleich zum Vorjahr. Die Effekte wurden zum Teil durch gestiegene Treibstoffkosten, die an die Kunden weitergereicht wurden, ausgeglichen. Der Umsatz sei im zweiten Jahresviertel um vier Prozent gestiegen, ohne Währungseinflüsse lag das Plus bei etwa neun Prozent. Die im US-Expressgeschäft eingeleitete Restrukturierung laufe nach Plan, teilte die Post ohne weitere Angaben mit. Die Fortschritte bei den Verhandlungen mit UPS seien „zufriedenstellend“. Die Post hatte im Zuge des angekündigten Umbaus des US-Geschäfts im Mai ihre Prognose für das Gesamtjahr um 100 Millionen Euro gesenkt. (dpa/sv)

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