Bonn. Die Deutsche Post hat die Mehrheitsbeteiligung am spanischen Paketdienstleister Guipuzcoana Euro Express erworben. Post-Vorstandschef Klaus Zumwinkel bekräftigte die Pläne des Konzerns, auch massiv ins europäische Briefgeschäft einzusteigen. Die Anteile an Guipuzcoana seien von 49 auf 51 Prozent erhöht worden, teilte die Post am Freitag in Bonn mit. Die Guipuzcoana-Gruppe mit 85 Niederlassungen in Spanien und Portugal nehme im europaweiten Netzwerk des Paketdienstes der Deutschen Post Euro Express eine Schlüsselposition ein und sei Garant für die Flächen deckende Versorgung in Spanien und Portugal. Auf dem Briefmarkt wolle die Post in den nächsten fünf Jahren in sämtlichen europäischen Ländern aktiv sein, sagte Zumwinkel der "Financial Times Deutschland". Bis 2007 werde die Post mindestens 1 Milliarde Euro in den Ausbau ihres europäischen Briefgeschäfts investieren, schrieb das Blatt. Die Expansion solle sowohl durch Kooperationen und Joint Ventures wie auch kleinere Übernahmen vorangetrieben werden. Derzeit verhandelt die Post nach ihrem Einstieg in den britischen Briefmarkt nach Angaben Zumwinkels mit der dänischen Post. Das Briefgeschäft in Deutschland stagniert weitgehend und wirft nicht mehr so hohe Gewinne ab. Außerdem kommt ab Januar 2003 die Porto-Senkung zur Wirkung. (vr/dpa)
Deutsche Post erwirbt Mehrheit an spanischem Paketunternehmen
Zumwinkel: Post wird in allen europäischen Ländern im Briefmarkt aktiv