Hamburg. Die deutschen Flughäfen haben nach dem vereitelten Terroranschlag in den USA überzogene Forderungen nach verschärften Sicherheitsvorkehrungen zurückgewiesen. „Schnellschüsse, die nach Aktionismus aussehen, lehnen wir ab“, sagte der Hauptgeschäftsführer der Arbeitsgemeinschaft Deutscher Verkehrsflughäfen (ADV), Ralph Beisel, am gestrigen Montag der Deutschen Presse Agentur dpa. Stattdessen komme es jetzt auf sehr schnelle Ursachenanalyse an. Es müsse geklärt werden, was genau bei der Kontrolle des späteren Täters auf dem Amsterdamer Flughafen geschehen sei. Als überzogen bezeichnete Beisel zum Beispiel die Idee, grundsätzlich Handgepäck zu verbieten. Der ADV-Geschäftsführer wies darauf hin, dass allein im vergangenen Jahr fast 100 Millionen abfliegende Passagiere auf deutschen Flughäfen überprüft worden seien. Damit werde ein Höchstmaß an Sicherheit geboten. Zugleich gebe es im Auftrag der Europäischen Kommission und des Bundesinnenministeriums stichprobenartige Überprüfungen der Kontrolleure. Dabei werde beispielsweise getestet, ob unbemerkt Waffen eingeschmuggelt werden können. (dpa/ak)
Deutsche Flughäfen gegen Sicherheits-Aktionismus
Die deutschen Flughäfen haben nach dem vereitelten Terroranschlag in den USA überzogene Forderungen nach verschärften Sicherheitsvorkehrungen zurückgewiesen