Wiesbaden. Im Vergleich zum April ergab sich kalender- und saisonbereinigt ein Plus von 3,8 Prozent, teilte das Statistische Bundesamt in Wiesbaden am Freitag mit. Besonders stark zog die Nachfrage nach Waren aus Deutschland in der Euro-Zone an. In diese elf EU-Länder gingen Ausfuhren im Wert von 28,0 Milliarden Euro, das war ein Plus von sieben Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Auf alle EU-Länder zusammen entfielen Exporte von 41,1 Milliarden Euro, was einem Anstieg von 6,4 Prozent entspricht. In Drittländer gingen Ausfuhren im Wert von 22,6 Milliarden Euro, das waren 3,3 Prozent mehr als im Mai 2004. "Positiv auf die Exporte hat sich die Entwicklung des Euro ausgewirkt, der in den vergangenen drei Monaten zehn Prozent an Wert verloren hat", erklärte der Präsident des Bundesverbandes des Deutschen Groß- und Außenhandels (BGA), Anton F. Börner, in Berlin. Allerdings beeinträchtigten die weiterhin hohen Energie- und Rohstoffpreise die positive Entwicklung. Vor allem wegen der Rekordstände beim Rohöl stiegen die Importe im Jahresvergleich überdurchschnittlich um 11,1 Prozent auf 51,6 Milliarden Euro. Vor allem aus EU-Ländern, die nicht der Euro-Zone angehören, kletterten die Einfuhren stark um 17,6 Prozent auf 10,2 Milliarden Euro. Aus Drittländern kamen Waren im Wert von 17,8 Milliarden Euro, das waren 9,6 Prozent mehr als im Mai 2004. Die Außenhandelsbilanz wies im Mai 2005 einen Überschuss von 12,0 Milliarden Euro aus. Vor einem Jahr lag er bei 14,0 Milliarden Euro.
Deutsche Exportwirtschaft profitiert von schwächerem Euro
Die deutsche Exportwirtschaft gewinnt dank des sinkenden Euro-Wechselkurses weiter an Fahrt. Im Mai führten deutsche Unternehmen Waren im Wert von 63,6 Milliarden Euro aus, das waren 5,3 Prozent mehr als vor einem Jahr.