Die Deutsche Bahn hat im vergangenen Jahr bei 29,3 Milliarden Mark Umsatz einen Überschuss von 166,3 Millionen Mark erwirtschaftet. Das geht aus der Jahresbilanz 2000 hervor, die Vorstandschef Hartmut Mehdorn vorgestellt hat. Zu dem Überschuss hat der Güterverkehr beigetragen, dessen Umsatz um 8,2 Prozent auf 7,6 Milliarden Mark gestiegen ist. Die Verkehrsleistung im Güterverkehr ist um 12,8 Prozent auf 80,6 Milliarden Tonnenkilometer gewachsen. "Der überwiegende Teil des Wachstums entfällt mit 7,4 Prozent auf die positive Entwicklung der DB Cargo, hinzu kommt der Effekt aus der erstmaligen Einbeziehung der Railion Benelux N.V", sagte Finanzvorstand Diethelm Sack. Im Vergleich zu den anderen Verkehrsträgern habe man die eigene Position gut behaupten können. Die gute Konjunktur habe 2000 zusammen mit der starken Exportdynamik zu einer erhöhten Nachfrage nach Transportleistungen geführt, insbesondere bei Rohstahl und Kohle. Mehdorn bestritt, dass sich die Bahn aus der Fläche zurückzieht. Wenn sie Strecken still lege, gebe es Alternativen. Die Zahl der Güterverkehrsstellen werde nach Erörterung mit den Ländern bis 2002 von 2050 auf etwa 1400 reduziert. Der Konzernchef forderte eine schnelle Entscheidung zur künftigen Hoheit über das Schienennetz. "Durch eine Trennung von Netz und Betrieb würde der gesamte bisherige Erfolg der Bahnreform in Frage gestellt". (vr/jök.)
Deutsche Bahn steigert Umsatz und Verkehrsleistung im Güterverkehr
Mehdorn: Trennung von Netz und Betrieb stellt bisherigen Erfolg der Bahnreform in Frage