Hannover/Bremen. Dieselloks der Bahn aus der Baureihe 218 haben das Interesse des Bundes der Steuerzahler Niedersachsen und Bremen geweckt. Nach Berichten „aus Kreisen der Bevölkerung“ sollen zahlreiche Loks dieses Typs unter anderem in Hannover und Bremen ungenutzt „herumstehen“, schrieb die Organisation jetzt an die Deutsche Bahn AG in Berlin. Sie bat um Auskunft, welche Pläne der Bahn-Vorstand mit den überzähligen Loks verfolge. Denkbar wäre ein Verkauf an private Bahnunternehmen im Inland oder staatliche Bahnunternehmen im Ausland, schrieb der Bund der Steuerzahler. „Wie uns berichtet wird, soll die Bahn AG den Vorschlägen zur Veräußerung der Loks innerhalb Europas reserviert gegenüber stehen“, heißt es in dem Schreiben. Sie befürchte offenbar, dass ausländische Bahngesellschaften bei der Ausschreibung von Strecken mit ehemaligen Bahn-Loks zu ernsthaften Konkurrenten werden könnten. Nach Informationen des Bundes der Steuerzahler besitzt die Deutsche Bahn AG rund 400 Lokomotiven des Typs 218, die als sehr robust und wenig wartungsanfällig gälten. Langfristig würden maximal 100 davon gebraucht. Die Lebensdauer der Loks werde mit 50 Jahren angegeben. Viele der ausrangierten Lokomotiven seien aber erst 20 bis 30 Jahre alt. (dpa)
Deutsche Bahn lässt 300 Dieselloks ungenutzt
Steuerzahlerbund fordert Verkauf der ausrangierten Lokomotiven an Konkurrenten