Berlin. Die Deutsche Bahn hat einen Tag nach der vorläufigen Absage ihres Börsengangs eine Zwischenbilanz mit Rekordwerten präsentiert. Das bundeseigene Verkehrsunternehmen fuhr in den ersten neun Monaten des Jahres deutlich mehr Umsatz und Gewinn ein. Der Konzernumsatz stieg verglichen mit dem Vorjahreszeitraum um 9 Prozent auf 25,2 Milliarden Euro. Der Gewinn vor Zinsen und Steuern (EBIT) ohne Sondereffekte habe 2,06 Milliarden Euro betragen, das entspreche einem Plus von 3,7 Prozent. Die Nettoverschuldung sei um 2,24 Milliarden auf 15,53 Milliarden Euro gesenkt worden. Die Bundesregierung hatte am Mittwoch deutlich gemacht, sie erwarte derzeit keinen Börsengang mehr in dieser Legislaturperiode. Sie schloss dies aber bei einer deutlich besseren Situation an den Finanzmärkten auch nicht aus. Der ursprünglich angepeilte Termin 27. Oktober war wegen der Börsenturbulenzen auf unbestimmte Zeit verschoben worden. Geplant ist, 24,9 Prozent der Verkehrs- und Logistik-Tochter DB Mobility Logistics (DB ML) an private Investoren zu verkaufen. Auch für die DB ML wurde erstmals eine Neunmonatsbilanz vorgelegt. Sie erwirtschaftete 24,64 Milliarden Euro Umsatz, das ist ein Plus von 7,8 Prozent. Ohne Zukäufe wäre der Umsatz um 4,2 Prozent auf 23,82 Milliarden Euro gestiegen, teilte der Konzern mit. Beim EBIT vor Sondereffekten legte die DB ML um 12,3 Prozent oder 183 Millionen Euro auf 1,667 Milliarden Euro zu. (dpa/pi)
Deutsche Bahn fährt mehr Gewinn ein
Staatseigener Bahn-Konzern legt Zwischenbilanz mit Rekordwerten vor