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Deutsche Autobauer unverändert auf Talfahrt

VDA-Chef Matthias Wissmann (Bild: R. Gebhardt)
© Foto: R. Gebhardt

Der Verband der Automobilhersteller rechnet nach einem schlechten Jahr 2008 auch weiterhin mit Rückgängen/ 2009 wird vor allem das NFZ-Geschäft betroffen sein


Datum:
03.12.2008
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Frankfurt. Die Situation der deutschen Autobauer ist Besorgnis erregend. „Dieses Jahr wird das schlechteste seit der Wiedervereinigung“, stellte der Präsident des Verbands der Automobilindustrie VDA, Matthias Wissmann, heute auf der Jahrespressekonferenz fest. Und es dürfte in nächster Zeit nicht besser werden. Im Gegenteil: Liegen die PKW-Neuzulassungen in Deutschland im Jahr 2008 mit 3,1 Millionen Stück bereits unter dem Vorjahr, rechnet Wissmann für 2009 sogar nur mit 2,9 Millionen hierzulande zugelassenen PKW. Erstmals seit Jahren sind auch die LKW- und Trailerbauer von der Krise betroffen. „Die Nutzfahrzeuge tragen nicht mehr das Geschäft, sie tragen mittlerweile zur Talfahrt bei“, sagte der VDA-Präsident. Besonders unter Druck stünden die Trailerhersteller. „Auf der IAA hatten wir noch Hoffnung, dass es zu einem ‚soft landing’ kommt“, meinte Wissmann. „Das ist nun nicht mehr zu erwarten.“ Nach den Angaben des VDA lag der Auftragseingang für LKW über sechs Tonnen Gesamtgewicht im Inland in den ersten elf Monaten des Jahres um 44 Prozent unter dem Vorjahr, allein in den letzten beiden Monaten sogar um 70 Prozent. Noch schlimmer sähen die Zahlen für das Auslandsgeschäft aus: Hier seien die Aufträge in Oktober und November bei Transportern um 44 Prozent zurückgegangen, bei LKW um dramatische 84 Prozent. Habe die Branche zunächst noch von einem hohen Auftragsbestand zehren können, seien im November die Neuzulassungen bereits um 23 Prozent eingebrochen. „Für 2009 müssen wir uns auf ein Nutzfahrzeuggeschäft einstellen, das mit kräftigen Kapazitätsanpassungen verbunden sein wird“, lautete das Fazit von Matthias Wissmann. Im Hinblick auf Klimadiskussion und angespannte Lage des Transportgewerbes berichtete der VDA-Chef von einer Initiative des Verbandes beim Bundeswirtschaftsministerium, einen finanziellen Anreiz für die Nachrüstung von Dieselpartikelfiltern bei älteren LKW zu schaffen. O-Ton Wissmann: „Wir sind hier nicht ohne Hoffnung.“ Auch das Thema Eurokombi bleibe auf der Tagesordnung. Allerdings wollen die Hersteller erst nach der Bundestagswahl im Herbst 2009 einen neuen Anlauf auf politischer Ebene wagen. Trotz der Talfahrt der deutschen Fahrzeugbauer blickte der Verbandspräsident zuversichtlich nach vorne. „Wir wollen nach dieser Krise stärker sein als alle Wettbewerber“, verkündete er optimistisch und verwies als Beleg auf die unverändert hohen Investitionen der Unternehmen in Forschung und Entwicklung. (gh)

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