Der Rostocker Hafen hat den stetigen Aufwärtstrend der jüngeren Vergangenheit im Jahr 2001 nicht fortsetzen können. In den zurückliegenden zwölf Monaten wurden rund 20 Millionen Tonnen Güter umgeschlagen, teilte der Hafen in einer Bilanz zum Jahresende mit. Das seien rund zwei Millionen Tonnen und damit knapp zehn Prozent weniger als im bisherigen Rekordjahr 2000. Einbußen mussten vor allem im Stückgutbereich registriert werden. Dagegen wurden im Fährverkehr erneut Steigerungsraten erzielt. "Das schlechtere Ergebnis hatte sich schon im Herbst angekündigt", sagte ein Sprecher des Hafens. Mitte Oktober stand im Vergleich zum Vorjahr ein Minus von rund 1,4 Millionen Tonnen zu Buche. Am deutlichsten sei der Einbruch an den Stückgut-Liegeplätzen gewesen. "Dort waren wir auch im Rekordjahr 2000 nicht zufrieden, weil die damals umgeschlagenen 1,9 Millionen Tonnen ein Minus von rund fünf Prozent gegenüber 1999 bedeuteten." In diesem Jahr aber sei die 2000er Bilanz nochmals deutlich in den Keller gegangen: "Ende 2001können wir nur auf einen Umschlag von rund 0,8 Millionen Tonnen – vor allem Metalle, Holz und Zucker - verweisen." (vr/dpa)
Der Hafen Rostock fährt Verluste ein
Im Jahr 2001 wurden zehn Prozent weniger Güter umgeschlagen