Hannover. Ressourcen sparen und gleichzeitig die Wirtschaftlichkeit steigern – dieses Ziel verfolgen die Hersteller fast aller Branchen. Und so ist auch in der Behältertechnik ein Trend hin zu volumenreduzierbaren Mehrwegbehältern erkennbar. Dies ist ein zentrales Fazit des Vortrages von Peter Kerth, Produktbereichsleiter Bito Lagertechnik, auf dem Forum Lagertechnik der CeMAT. Kerth benannte die vier Megatrends im Behältermarkt: kleinere Losgrößen, neue Ident-Technologien, Automatisierung und der verstärkte Fokus auf das Thema Nachhaltigkeit. Immer mehr Kunden fragen verstärkt volumenreduzierbare Behälter nach, bei denen der CO2-Ausstoß pro Behälterumlauf deutlich geringer ist als bei einem Stapelbehälter. Der Grund ist klar: „Während Sie bei einem Stapelbehälter 660 Stück pro LKW transportieren können, ist bei volumenreduzierten Behältern gleicher Größe eine Stückzahl von etwa 2400 möglich“, so Kerth. Ein weiterer Trend im Markt ist die Nachfrage nach Sondergrößen. „Viele Kunden sagen zu uns: Euromaße schön und gut, aber wir wollen etwas anderes haben“, sagt Kerth. Und auch das Segment 800x600 Millimeter ist stark im Kommen. Wer nicht auf kleinere Maße umsteigen will, der setzt auf Segmentierungen wie Einsatzkästen oder Halbierungen. Ein weiteres großes Zukunftsthema ist der Einsatz moderner Identtechnik. So fordern einer Studie zufolge viele Unternehmen, dass Behälter in der Zukunft einen RFID-Tag enthalten müssen. „Der Behälter wird zum Datenträger“, fasst Kerth die Entwicklung zusammen. Hier müssen wichtige Fragen geklärt werden: Wo muss der Transponder positioniert werden, wie wird er entsorgt? Lösungen sind gefragt – die Firmen experimentieren mit einsteckbaren Tags und testen die optimale Positionierung.
Der Behälter als Datenträger
Auf dem Forum Lagertechnik im Rahmen der CeMAT sprach Peter Kerth, Bito, über die wichtigsten Entwicklungen im Behältermarkt. Der Trend geht zu volumenreduzierbaren Behältern und neuen Ident-Technologien.