Hamburg. Beschäftigte der Reederei Hapag-Lloyd und Abgeordnete der Hamburger Bürgerschaft haben am Mittwoch gemeinsam gegen einen Verkauf des Unternehmens ins Ausland demonstriert. Hapag-Lloyd sei ein nicht wegzudenkender Teil Hamburgs und ein Garant für den wirtschaftlichen Erfolg und die Zukunft des Hafens, sagte Bürgerschaftspräsident Berndt Röder. Die Hauptverwaltung der Reederei und das Rathaus mit der Bürgerschaft liegen nahe beieinander. Beschäftigte und Abgeordnete hatten sich auf halbem Weg getroffen. Beide Seiten unterstützten den Schritt des Senats vom Vortag, sich an einer möglichen „Hamburger Lösung“ für die Reederei mit einem dreistelligen Millionenbetrag zu beteiligen. Damit zeige der Senat Flagge. Die Muttergesellschaft TUI will Hapag-Lloyd mit ihren rund 2000 Beschäftigten in Hamburg auf Druck aus dem Aktionärskreis verkaufen. Als Interessenten gelten vor allem asiatische Reedereien. In Hamburg wird befürchtet, dass damit Arbeitsplätze und Kompetenzen verloren gehen. (dpa)
Demonstration gegen Hapag-Lloyd-Verkauf
Beschäftigte der Reederei und Hamburger Abgeordnete haben gemeinsam gegen die Veräußerung des Unternehmens an einen ausländischen Bieter demonstriert