Dekra konzentriert sich stärker auf Kerngeschäft

26.05.2004 14:33 Uhr

Für 2004 wird ein Umsatzplus von drei bis fünf Prozent angestrebt / Sorgenkind ist die Aus- und Weiterbildungssparte

Stuttgart. Die Dekra AG will sich stärker auf ihr Kerngeschäft konzentrieren und die Marktführerschaft in Europa bei Fahrzeugprüfungen ausbauen. "Wir werden unseren Marktanteil von heute 15 auf mittelfristig 25 Prozent erweitern", sagte der Dekra-Vorstandsvorsitzende Klaus Schmidt am Mittwoch in Stuttgart. Für das laufende Jahr werde ein Umsatzwachstum von drei bis fünf Prozent angestrebt. In den ersten vier Monaten dieses Jahres sei der Umsatz gegenüber dem Vorjahr bereits um 2,2 Prozent gesteigert worden. Im abgelaufenen Geschäftsjahr habe das Dienstleistungsunternehmen trotz schwacher Automobilkonjunktur und Problemen mit dem Bereich Aus- und Weiterbildung den Konzernumsatz um 1,4 Prozent auf 979 Millionen Euro gesteigert, so Schmidt. Das Ergebnis vor Steuern brach auf 8,1 Millionen Euro (2002: 23,5 Millionen Euro) ein. Die Zahl der Beschäftigten stieg um gut 400 auf 10.755. Mit 20 Millionen Fahrzeugprüfungen, davon neun Millionen in Deutschland, und einer Million Gutachten ist die Dekra nach eigenen Angaben Marktführer in Europa. Das Gutachternetz solle in Europa flächendeckend ausgebaut werden, kündigte der Manager weiter an. Verstärkt soll im internationalen Geschäft auch auf Ost- und Mitteleuropa sowie die USA gesetzt werden. Mit einem Kostensenkungsprogramm wolle der Konzern in diesem und dem kommenden Jahr insgesamt rund 30 Millionen Euro einsparen. Sorgenkind ist das Aus- und Weiterbildungsunternehmen Dekra Akademie: Die Sparmaßnahmen der Bundesagentur für Arbeit hätten für einen Umsatzeinbruch von 16 Prozent gesorgt. Der operative Verlust habe 2003 bei acht Millionen Euro gelegen, hieß es. Schmidt rechnet mit dem Turn-Around der Akademie Ende 2004. In abgelaufenen Geschäftsjahr habe das zweistellige Wachstum beim Industrieprüfgeschäft den Rückgang bei der Akademie aber mehr als aufgefangen. (dpa)

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