E-Mail, Computer, Netzwerke und Hightech-Software machen es möglich: Prinzipiell kann jeder Mensch der Erde mit jedem anderen kommunizieren – und das in Echtzeit. Jeder noch so entlegene Winkel der Welt rückt plötzlich aus der Peripherie ins Zentrum des Geschehens. Mithilfe von Internet und digitalem Datentransfer ist die Welt enger zusammengerückt und bildet nun ein einziges globales Netzwerk, an dem jeder mitstricken kann. Was allgemein als Globalisierung betitelt wird, bezeichnet der US-amerikanische Kolumnist und Autor Thomas L. Friedman ganz plakativ als Abflachung der Welt, als Scheibe, auf der beinahe jeder zu gleichen Konditionen agieren kann. Er sucht in „Die Welt ist flach“ nach Gründen für die Entwicklung. Unter anderem den Fall der Berliner Mauer und die Entstehung des Word Wide Web mit seinen Selbstinformationssystemen in Form von Internetsuchmaschinen nennt er als ausschlaggebende Faktoren. Im Reportagestil beleuchtet Friedman anschaulich populäre und neoliberale Globalisierungsgedanken, wobei er versucht, den komplexen Sachverhalt des Phänomens kurzweilig und verständlich darzustellen. (the) Thomas L. Friedman, Die Welt ist flach. Eine kurze Geschichte des 21. Jahrhunderts. Frankfurt/Main 2006, Suhrkamp Verlag, 712 Seiten, gebunden, 26,80 Euro, ISBN 978-3-518-41837-6
Das Buch der Woche: „Die Welt ist flach" von Thomas L. Friedman
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