Daniel Kehlmann, Jahrgang 1975, ist so etwas wie ein Shootingstar der neueren deutschsprachigen Literatur. In seinem aktuellen Roman „Die Vermessung der Welt” beweist er vor allem sein humoristisches Talent. Im Mittelpunkt stehen zwei Persönlichkeiten der deutschen Geistesgeschichte: der Mathematiker und Astronom Carl Friedrich Gauß und der Universalgelehrte Alexander von Humboldt. Der eine fährt in den südamerikanischen Urwald, um die neue Welt zu vermessen, der andere entdeckt in Göttingen, dass der Raum sich krümmt. In einer Mischung aus historischer Wahrheit und reiner Fiktion führt Kehlmann die Wissenschaftler als skurrile, teilweise sogar lächerliche und dann wieder sympathische Menschen vor. Das Genre solcher historisch-humoristischen Romane ist nicht neu. Aber der Autor versteht sein Handwerk gut und erzeugt beim Leser an vielen Stellen Schmunzeln. (tbu) Daniel Kehlmann, Die Vermessung der Welt. Roman. Reinbek 2005, Rowohlt Verlag, 304 Seiten, gebunden, 19,90 Euro, ISBN 3-498-03528-2
Das Buch der Woche: Die Vermessung der Welt
Jeden Mittwoch neu: Der aktuelle Buchtipp, ausgewählt von Ihrer VerkehrsRundschau: Zwei Persönlichkeiten der deutschen Geistesgeschichte vermessen die Welt