Weg vom bloßen Marktanteilsdenken, hin zu Gewinnorientierung! Das ist das Postulat, das der Unternehmensberater, Kolumnist und Gastprofessor Hermann Simon zusammen mit zwei Partnern in dem Werk „Der gewinnorientierte Manager“ vehement einfordert. Die Grundthese und Forderung der Autoren scheint simpel: Der bloße Mehrverkauf ist nebensächlich, entscheidend ist vorrangig das Verdienen von mehr Geld. Das Streben nach einer Höchstzahl an Marktanteilen enttarnen die Autoren als gefährlichen und folgenreichen Irrglauben: Der Marktanteil sei oftmals nichts anderes als eine beliebige und irreführende Konstante, die keinesfalls einer angemessenen Definition von Unternehmenszielen oder als Messlatte für den Erfolg eines Unternehmens genügen könnte. Reines Marktanteilsdenken provoziere die Verschwendung von zu vielen Ressourcen im Konkurrenzkampf mit Mitwettbewerbern, führe zu Preiskriegen und somit letztendlich zu Gewinnvernichtung. Das Autoren-Trio sieht eine regelrechte „Marktanteils-Obsession“ voller Widersprüche und Kontroversen, die es zu entlarven gilt. Dazu bietet es in einfacher und leicht verständlicher Sprache ein Programm an, das sich durch Praxisnähe und Fallbeispiele durchaus als Anleitung für Manager und Führungskräfte in reifen Märkten eignet und ihnen eine Alternative zu bisherigen Strategien bietet. (the) Simon, Hermann; Bilstein, Frank; Luby, Frank. Der gewinnorientierte Manager. Abschied vom Marktanteilsdenken. Frankfurt/Main 2006, Campus Verlag, 222 Seiten, gebunden, 39,90 Euro, ISBN 9-783-593-38113-8
Das Buch der Woche: „Der gewinnorientierte Manager"
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