Paris. Schlag auf Schlag bemühen sich die führenden Seecontainer-Reedereien darum, durch Umstrukturierung ihrer Linienangebote und verstärkte Zusammenarbeit der weltweiten Transportkrise zu begegnen. So hat die in Marseille ansässige CMA CGM in der letzten Woche entsprechende Änderungen im Bereich des regulären Containerverkehrs zwischen China und der US-Westküste angekündigt. Ab dem 16. September sollen hier zwei Service-Angebote der drei größten Reedereien Maersk, MSC und CMA CGM zusammengelegt werden. Die bisherige Linie „Yangzi“, die das Zentrum und den Süden Chinas abdeckt, wird dafür ab dem 7. September eingestellt. Die neue Gemeinschaftslinie wird unter dem Namen „Bohai Rim“ laufen mit fünf Schiffen von jeweils 8100 BRT, von denen CMA CGM einen und Maersk sowie MSC jeweils zwei Container-Frachter stellen. Die Verbindung zwischen den wichtigsten chinesischen Häfen und Kalifornien erfolgt einmal wöchentlich. Angelaufen werden die Häfen Dalian, Xingang, Shanghai WGQ, Shanghai Yangshan, Ningbo, Los Angeles, Oakland und Dalian. Mit der Entscheidung wolle man die gemeinsamen Transportkapazitäten an die aktuellen Marktbedürfnisse anpassen, teilte CMA CGM mit. Der bestehende Service zwischen den chinesischen Häfen Hong Kong, Yantian, Kaohsiung und Quingdao sei davon unberührt und werde von den drei Reedereien weiterhin betrieben. Schon Ende Juli hatte CMA CGM mit ähnlicher Begründung einen neuen Gemeinschafts-Service mit Hapag Llloyd und Hamburg-Süd zwischen der Ostküste Südamerikas und Nordeuropa angekündigt. (jb)
CMA CGM spart bei Pazifik-Verkehren
See-Containerverkehr rationalisiert weltweit / Neue Krisen-Lösungen für CMA CGM und die Partner-Reedereien