Paris. Die in Marseille beheimatete Container-Reederei CMA CGM konnte im letzten Jahr den Umsatz um sieben Prozent auf 15,9 Milliarden US-Dollar (12,3 Milliarden Euro) erhöhen. Das Transportvolumen stieg um sechs Prozent auf 10,6 Millionen Zwanzig-Fuß-Standardcontainer. Das Unternehmen hebt hervor, dass es ihm im vergangenen Jahr gelungen sei, die Kosten um 800 Millionen Dollar zu verringern. Dies sei mehr als man geplant habe.
Der Gewinn vor Zinsen, Steuer und Abschreibungen (Ebitda) erhöhte sich um 82 Prozent auf 1,324 Milliarden Dollar, womit die operative Marge 6,3 Prozent aufwies und damit die höchste im Bereich Container-Seetransport. Als Nettogewinn für 2012 wies CMA CGM 361 Millionen Dollar aus und betonte, die Finanzstruktur der Reederei sei deutlich verstärkt worden. Beigetragen dazu hätten der beschlossene Verkauf von 49 Prozent Anteil an der Tochter Terminallink, die vereinbarte Beteiligung des staatlichen Sanierungsfonds FSI in Höhe von 150 Millionen Dollar, die Erhöhung des Anteils des türkischen Partners Yildirim um 100 Millionen Dollar und ebenso die mit den Gläubigerbanken getroffene Vereinbarung zur Umstrukturierung der Schulden.
Auf das neue Jahr blickt die Reederei mit Zuversicht. Die Frachtentwicklung sei zu Beginn des Jahres besser gewesen als im Vorjahreszeitraum. Die Nachfrage Richtung Europa werde voraussichtlich weiter schwächeln, aber dafür in anderen Weltregionen wie den USA, Russland, Asien, Afrika und Lateinamerika zulegen. Für das Gesamtjahr erwartet CMA CGM einen positiven Ertrag in etwa derselben Höhe wie im vergangenen Jahr. (jb)