Totgesagte leben bekanntlich länger. Nach den hochgeschraubten Erwartungen der vergangenen Jahre und nach der deutlichen Talfahrt vor allem im letzten Jahr, scheint es wieder aufwärts zu gehen. Ein Indiz dafür: Die meisten Aussteller nennen E-Business wieder direkt beim Namen und versuchen nicht – wie vormals häufig geschehen, krampfhaft immer wieder neue Namen fürs gleiche Business zu finden. Allerdings ist der große Run auf Lösungen für Internetshops deutlich gebremst. Trotzdem gehen Experten nicht davon aus, dass mit dem Ende des E-Commerce-Hypes die Leute automatisch nicht mehr online shoppen werden. Sowohl die Softwareanbieter als auch die potenziellen Internethändler verharren derzeit jedoch in einer gewissen Abwartehaltung. Das große Geschäft wird vorläufig mit den Anwendungen für den Bereich Business-to-Consumer (B2C) nicht gemacht. Stattdessen wird eindeutig auf den Business-to-Business-Bereich gesetzt. Die Hauptrolle im B2B-Lösungsangebot der Softwarehersteller spielt dabei die virtuelle Beschaffung. Und bei den Applikationen für das so genannte E-Procurement steht die übergreifende Integration von Unternehmens-, Lieferanten- und Kundendaten wieder eindeutig im Mittelpunkt. Lösungen müssen gefunden werden, die gewährleisten , dass alle am Beschaffungsprozess Beteiligten die gleiche "Sprache" sprechen. Des weiteren geht es um geeignete Systeme für die Erstellung und das Management von E-Katalogen.
Cebit 2002: E-Business weiterhin im Trend
E-Business ist immer noch ein großes Cebit-Thema. Denn das wesentliche Medium für den umfassenden Integrationsprozess ist nach wie vor das Internet.