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Cargobeamer soll mehr Verkehr auf die Schiene bringen

Mit einer neuartigen Verladetechnik sollen Frachtgüter künftig noch effizienter von der Straße auf die Schiene verlagert werden
© Foto: VR/Michael Cordes

Erste Tests erfolgreich bestanden / Spätestens 2014 soll der Startschuss für eine Verbindung zwischen Rotterdam und Riga fallen


Datum:
07.09.2010
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Leipzig. Mit einer neuen Umschlagtechnik will die Cargobeamer AG mehr Güter im Kombinierten Verkehr (KV) auf die Schiene verlagern. Der große Vorteil der neuen Technologie: Die Sattelauflieger müssen nicht mehr mit speziellen Versteifungen und Krantaschen ausgerüstet sein. Bislang fehlen nach Aussage von Hans-Jürgen Weidemann, Vorstandsvorsitzender der Cargobeamer AG, bei 98 Prozent der Sattelauflieger diese Vorkehrungen und sind damit nicht für den Einsatz im KV geeignet.

Bei der Cargobeamer-Technologie werden hingegen die Sattelauflieger in Waggonaufsätze gefahren. Dieser Aufsatz wird dann maschinell auf den Waggon geschoben. Nach Angaben von Cargobeamer können aufgrund des zeitgleichen Umschlags der Auflieger 64 Einheiten binnen zehn Minuten umgeschlagen werden. Ein konventionelles Terminal würde dafür etwa drei Stunden benötigen. "Davon haben alle ein Vorteil: der Spediteur, dessen Auflieger schneller umgeschlagen werden, die Bahnen, die die Standzeiten ihrer Waggons und Lokomotiven drastisch verringern können und die Terminalbetreiber, die mehr Züge abfertigen können", sagte Weidemann anlässlich der Präsentation der Technologie gestern vor Vertretern der Presse und Politik.

Wiedemann bezeichnete es als das Ziel, dass die Kosten für ein solches Terminal 20 Millionen Euro nicht überschreiten. Laut Weidemann kostet ein KV-Terminal mit Krantechnologie und fünf Gleisen derzeit zwischen 20 und 30 Millionen Euro. Die bereits absolvierten Testfahrten hätten bewiesen, dass die Waggons für den Eisenbahngüterverkehr geeignet sind. Daher liegt auch bereits eine Zulassung seitens der europäischen Eisenbahnbehörde vor.

Derzeit bemüht sich die Cargobeamer AG um den Bau zweier Terminals. Dabei kritisierte ein Unternehmensvertreter, dass die Förderrichtlinie gekürzt worden sei sowie die langen Genehmigungsverfahren. Herrmann, Vorsitzender des Verkehrsausschuss im Deutschen Bundestag, zeigte sich "beeindruckt" von der neuen Technologie. Der Politiker der Grünen kündigte gegenüber der VerkehrsRundschau an, dieses Projekt im Verkehrsausschuss vorzustellen. Er könne zum jetzigen Zeitpunkt zwar keine Förderung für den Bau der Terminals versprechen. "Aber die Grünen haben schon immer den KV gefördert. Deshalb stehen wir auch der Förderung des Baus neuer KV-Umschlaganlagen positiv gegenüber", sagte Hermann.

Spätestens 2014 soll die neue Technologie für einem Zug, der zwischen Rotterdam und Riga fährt, eingesetzt werden. Vorher soll bereits ein Terminal in Leipzig errichtet und von dort aus eine Verbindung mit einem herkömmlichen Terminal in Ruhrgebiet aufgenommen werden. (cd)

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