Cargo-Partner fordert Propellerflugzeuge für die Luftfracht

13.06.2007 12:54 Uhr

Ein sofortiges Abgehen vom unbegründeten Dogma, dass Flugzeuge unbedingt Geschwindigkeiten nahe der Schallgrenze erreichen müssen, fordert der österreichische Transportunternehmer Stefan Krauter.

Wien. Krauters Cargo-Partner Gruppe ist ein Anbieter Luft- und Seefracht. Dies könne in der Luftfracht zu erheblichen Umwelt- und auch Kostenvorteilen führen. Es sei ein Gebot der Stunde, auf energiesparende Antriebstechnologien wie vor allem den Turbo Prop zu setzen. Das Flugzeug als das ökologisch sauberste Verkehrsmittel darzustellen sei einfach irreführend, so Krauter. Der Luftfrachtspezialist betont: „Das durch reine Düsentriebwerke ausgebrachte C02 wirkt durch die Höhe zwei bis viermal mehr, als das am Boden ausgebrachte. Den Anteil der Luftfahrt am Treibhauseffekt mit etwa zehn Prozent anzunehmen wird wohl nicht so falsch sein.“ Turbo Props seien vor allem bei kurzen Flugstrecken günstiger zu betreiben als Jets, da deren Wirkungsgrad bei geringen Geschwindigkeiten höher als bei anderen Stahltriebwerken ist. Die neue Generation der „High Speed Turbo Props“ bringe eine Reduktion der Treibstoffmenge von etwa 20 Prozent. Cargo-Partner befasse sich selbst mit der technischen Weiterentwicklung in diesem Bereich und präsentiert im Vorfeld der großen Flugzeugmesse in Paris Le Bourget eine von ihm entwickelte technische Innovation: Die bisher übliche Propellerform wird umgestaltet, die Spitzen werden weit nach hinten auslaufen. Weiters wird der Kompressor um einiges größer als bisher und vom Propeller getrennt. Das Treibstoff-Gemisch wird in einer eigenen Kammer unter Hochdruck vorbereitet, um es dann direkt in die Gasturbine zu pumpen. Der Propeller wird nach den Plänen des cargo-partner Chefs hinter dem Motor liegen und die Maschine nicht ziehen, sondern schieben. Der Propeller nütze dabei die langsamere und dickere Luft unter den Flügeln. Insgesamt würde das, so Krauter, eine weitere Steigerung der Kraftstoffeffizienz um mindestens 15 Prozent gegenüber einer „A 400 M“ von Airbus ermöglichen. Durch die spezielle Form der Vorbereitung des Treibstoff-Luft-Gemisches werde es auch möglich sein, Biokraftstoffe besser zu nutzen.

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