Dortmund. Kritik an Verladern und großen Speditionen hat der Bundesverband der Transportunternehmen (BVT) geübt. Die Auftraggeber seien vielfach nicht bereit, den kleinen und mittelständischen Transportunternehmen ein "angemessenes Entgelt", das die Kostensteigerungen durch höhere Spritpreise ausgleicht, für ihre Frachtdienstleistung zu zahlen, hieß es in einer Mitteilung. "Die Frachtführer als letztes Glied in der logistischen Kette werden ausgepresst wie Zitronen“, sagte BVT-Vorsitzende Dagmar Wäscher. Teilweise steckten die Speditionen auch Dieselzuschläge, die sie den Verladern berechneten, "als Zusatzgewinn in die eigene Tasche" und gäben sie nicht an die von ihnen beauftragten Transportunternehmen weiter, obwohl diese die eigentlichen Lasten des "Dieselpreis-Wuchers" zu tragen hätten, urteilte Wäscher. Auf kurze Sicht könnten die Auftraggeber damit “betriebswirtschaftlich erfolgreich“ sein, würden jedoch auf lange Sicht die Transportunternehmen aus dem Markt drängen, die seriös kalkulieren, nicht zu Dumping-Preisen fahren und eine hohe Zuverlässigkeit an den Tag legten. "Damit sägen viele Auftraggeber an dem Ast, auf dem sie sitzen", so die Vorsitzende weiter. (stb)
BVT übt Kritik an Verladern und großen Speditionen
Frachtführer werden "ausgepresst wie Zitronen": Auftraggeber seien vielfach nicht bereit, Kostensteigerungen auszugleichen