Bundeswirtschaftsminister Werner Müller (parteilos) erwartet ab 2003 sinkende Post-Portogebühren. Ob das Porto für Standardbriefe, Postkarten oder Pakete gesenkt werde, müsse man abwarten. "Aber insgesamt wird die Nutzung von Postdienstleistungen wohl billiger", sagte Müller der Zeitung Die Welt. Ab 2003 werde nicht mehr die Post, sondern eine Regulierungsbehörde über die Porto-Höhe entscheiden. Die Post arbeite sehr kostenbewusst, sagte Müller. Eine "Angemessenheitsprüfung von Kosten und Gewinn" dürfte deshalb voraussichtlich zu einer Porto-Senkung führen. Zur Begründung führte der Minister an, dass der Teil des Postgesetzes, in dem geregelt ist, dass das Postporto solange gelte wie das Monopol, nicht verlängert werden solle. Dagegen verteidigte der Minister die geplante Verlängerung des Briefmonopols der Post bis 2007. Allerdings könnte das Monopol eventuell auch schon früher auslaufen. Das hänge von Stand der Liberalisierung in Europa ab. (vr/dpa)
Bundeswirtschaftsminister Müller erwartet sinkende Portogebühren
Festschreibung des Briefportos im Postgesetz soll nicht verlängert werden