Schwerin. Mecklenburg-Vorpommern und Brandenburg wollen beim Ausbau der Nord-Süd-Verkehrsverbindungen enger zusammenarbeiten. Es gehe um die Verbesserung des Straßen- und Schienennetzes, teilten Brandenburgs Infrastrukturminister Reinhold Dellmann und Verkehrsminister Volker Schlotmann (beide SPD) am Donnerstag nach einem Gespräch in Schwerin mit. Dies sei gerade mit Blick auf die geplante Fehmarn-Belt-Querung wichtig, sagte Schlotmann. Dellmann betonte: „Die Logistik ist und bleibt ein Wirtschaftsmotor.“ Die Zusammenarbeit leiste auch einen Beitrag zur Entwicklung der europäischen Verkehrskorridore, besonders des Ostsee-Adria-Korridors. Dieser Verkehrskorridor führt von Rostock und Sassnitz über Berlin, Brandenburg, Sachsen und Sachsen-Anhalt Richtung München bis nach Norditalien beziehungsweise über Prag und Wien an die Adria. Brandenburg und Mecklenburg-Vorpommern arbeiten nach Angaben der Minister gemeinsam mit Berlin bereits beim Modellvorhaben „Kooperation und Vernetzung im Nordosten“ zusammen. Ziel dieses vom Bund geförderten Projekts sei es, die wirtschaftliche Entwicklung der gesamten Region zu fördern. Für die Bereiche Verkehr und Logistik seien beispielsweise der Bau der A 14 und der Ausbau der B 96 zwischen Sassnitz und Berlin in der Planung. Außerdem werde die Bahnstrecke Rostock-Berlin für 160 Stundenkilometer ausgebaut. (dpa)
Bundesländer bauen Nord-Süd-Verkehrsverbindung aus
Mecklenburg-Vorpommern und Brandenburg wollen Straßen- und Schienennetz verbessern und Nordosten Deutschlands