Berlin. Die Bundesregierung hält an der Berechungsgrundlage für die Höhe der LKW-Maut fest. Dies geht aus der Antwort auf die Kleine Anfrage der grünen Bundestagsfraktion hervor, welche der VerkehrsRundschau vorliegt. Demnach bestätigt das Verkehrsministerium, dass es kein neues Wegekostengutachten geben wird und dass auch die von Teilen der Branchenverbände kritisierte Methodik nicht verändert werden wird. Der er Bundesverband der Deutschen Industrie (BDI, der Bundesverband Güterkraftverkehr, Logistik und Entsorgung (BGL) sowie der ADAC hatten beim Deutschen Institut für Wirtschaftsforschung ein alternatives Wegekostengutachten in Auftrag gegeben, das dem LKW-Verkehr bescheinigt, schon heute für eine Überdeckung seiner Kosten zu sorgen. Verkehrs-Staatssekretär Enak Erlemann (CDU) betonte in seiner Antwort an die Grünen: „Es gibt keinen Grund, von der bisherigen Methode abzuweichen.“ Das im Auftrag der rot-grünen Bundesregierung 2002 von Progtrans und dem Institut für Wirtschaftspolitik und Wirtschaftsforschung erstellte Gutachten und seine unter der großen Koalition 2007 erfolgte Fortschreibung bildete die Grundlage zu Festlegung der aktuellen Mauthöhe. Im Wesentlichen beruht die unterschiedliche Berechnung der Wegekosten auf unterschiedlichen Annahmen zum Wert des Straßennetzes und des angenommenen Zinssatzes. (sb)
Bund hält an Wegekostenberechung fest
Die Bundesregierung will die Berechungsgrundlage für die Höhe der LKW-Maut nicht ändern