Dresden/Magdeburg. „Statt weiter Millionen Steuergelder in nutzlose Wasserstraßenprojekte zu stecken, sollte vielmehr in den Hochwasserschutz investiert werden“, sagte der Sprecher des BUND-Elbeprojektes, Ernst Paul Dörfler, am Donnerstag. Niedrigwasser mache den Güterverkehr auf der Elbe immer häufiger unmöglich. Das würden die Wasserstraßenbehörden in ihren Planungen für neue Strecken ausblenden. Dörfler bemängelte, dass die zuständigen Ämter die Wassermengen von 1973 bis 1986 als Maßstab nähmen. Dieser Zeitraum sei aber nicht repräsentativ, da dies die wasserreichste Phase der vergangenen 100 Jahre war. Als Alternative zum umstrittenen Bau des Saalekanals für Europaschiffe und zur geplanten Kanalisierung der Elbe auf tschechischer Seite schlug Dörfler auch die Bahn vor. Derzeit würden die Schienenverbindungen im Elbekorridor zwischen Hamburg und Tschechien nicht einmal zur Hälfte ausgelastet.
BUND: Ganzjähriger Güterverkehr auf der Elbe unrealistisch
Der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) hat angesichts des Klimawandels einen Abschied von der ganzjährigen Nutzung der Elbe für den Güterverkehr gefordert.