Humanomics: Die englischen Begriffe human für Mensch und economics für Wirtschaft zusammengezogen. Dieses Wortspiel weckt Interesse. Was will der Autor Uwe Jean Heuser uns damit sagen? Hat das menschliche Individuum doch noch Platz in der Wirtschaft? Muss der Mensch also kein homo oeconomicus sein, um in der globalisierten, wettbewerbsorientierten Welt bestehen zu können? Hält die Entwicklung vom homo sapiens zum homo oeconomicus etwa nicht Einzug in unserer Gesellschaft? Nein. Heuser konstatiert, dass eine neue Richtung der Wirtschaftswissenschaft diesen Gedanken verworfen hat. Das Idealbild des Menschen in der Wirtschaft habe sich verändert, oder besser gesagt, der Realität angepasst: Der Homo oeconomicus humanus ist das neue Leitbild. Um diese Theorie zu erklären, versucht Heuser zunächst dem Leser, Wirtschaft verständlich zu machen. Mit dem Ziel: Durch das Wissen Wirtschaft und Gesellschaft zum Wohle der Menschen zu gestalten. Heuser trifft mit seinen Ausführungen ein Kernproblem unserer Zeit: Die Kunst, wirtschaftlich zu handeln und gleichzeitig ein glückliches Leben zu führen. (szs) Uwe Jean Heuser, Humanomics. Die Entdeckung des Menschen in der Wirtschaft. Campus Verlag, Frankfurt/Main 2008, 276 Seiten, gebunden, 19,90 Euro, ISBN 978-3-593-38117-6
Buch der Woche: Humanomics. Mensch sein, erlaubt!
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