"Dies ist ein Buch über deutsche Gesetze und Paragrafen. Also ein Thema, das wie kein anderes für große Unterhaltung und unbeschwertes Lachen steht", verspricht Werner Koczwara im Vorwort seines Werkes "Am achten Tag schuf Gott den Rechtsanwalt". Gesetze und Unterhaltung? Wie das zusammenpassen soll, wird sich mancher kopfschüttelnd fragen. Doch im Paragrafendschungel versteckt sich tatsächlich eine gute Portion unfreiwillig komischen Juristenkauderwelschs. "Wir Deutschen, im Ruch der Humorlosigkeit stehend, sitzen auf einem Goldschatz an Humor, nämlich unserem Recht", hat Koczwara festgestellt – und den Schatz gehoben. Er hat Aberwitziges, scheinbar Absurdes und Amüsantes zusammengetragen und mit Humor und Ironie kommentiert. Das Verkehrsrecht etwa beginne mit einer kompletten Missachtung des menschlichen Charakters, indem es in der Straßenverkehrsordnung heiße, dass die Teilnahme am Straßenverkehr gegenseitige Rücksicht erfordere. Was dabei übersehen werde, so der Autor: "Bereits wenn man den Menschen auf EIN Pferd setzt, will er wie wild davonpreschen. Hat der Mensch dagegen gleich 180 Pferdestärken unterm Hintern, wird er vollends merkwürdig." Ein Sammelsurium an Komischem quer durch die Rechtsgebiete, das Juristen und Laien gleichermaßen zum Lachen bringen wird. (kap) Werner Koczwara, Am achten Tag schuf Gott den Rechtsanwalt: Das Hausbuch der juristischen Hochkomik. Verlag Antje Kunstmann, München 2010, 160 Seiten, 14,90 Euro, ISBN 978-3888976513
Buch der Woche: Am achten Tag schuf Gott den Rechtsanwalt
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G.P.