Brunsbüttel. Die Kanalschleuse in Brunsbüttel kann nach einer Havarie trotz schwerer Beschädigung weiter genutzt werden. Mit den Sanierungsarbeiten soll spätestens in der kommenden Woche begonnen werden, sagte Andreas Raquet vom Wasser- und Schifffahrtsamt Brunsbüttel (Kreis Dithmarschen) am Montag. Ein Frachter hatte vor knapp zwei Wochen einen Schleusenkopf gerammt. Die Reparatur-Kosten schätzte Raquet zunächst auf 350.000 Euro: "Noch wissen wir nicht, ob für die Gesamtsanierung das Schleusentor ausgebaut werden muss." Um die Sturmschutz-Sicherheit zu gewährleisten, sei ein Ausbau des Tores im Winterhalbjahr nicht möglich. Mit Messeinrichtungen werde ständig kontrolliert, ob durch den Betrieb Risse im beschädigten Mauerwerk auftreten. "Dann müssten wir das Tor zufahren und die Südkammer für die Schifffahrt stilllegen, um die Sturmflutsicherheit zu gewährleisten", sagte Raquet. Der Schiffsverkehr müsste dann über die Nordkammer und über die alten Schleusen geleitet werden. Der Hochwasserschutz sei jedoch in jedem Fall gewährleistet. Der unter englischer Flagge fahrende Frachter "Tyrusland" hatte sich bei der Kollision am 9. Oktober ein 1,5 mal 10 Meter großes Loch in die Außenwand gerissen. Die Unglücksursache ist nach Angaben der Wasserschutzpolizei bis heute unbekannt. (vr/dpa)
Brunsbütteler Schleuse trotz Beschädigung weiter in Betrieb
Sanierungsarbeiten sollen in der kommenden Woche beginnen