London. Die britische Regierung hat den Speditionen im Lande eine letzte Chance gegeben sich einem Feldversuch mit Lang-LKW des britischen Verkehrsministeriums anzuschließen, berichtet die britische Regierung. Die Frist für die Bewerbung läuft Ende September aus. Der Versuch mit 1800 Lang-LKW wurde schon 2012 begonnen und hat eine Laufzeit von zehn Jahren. Das Ministerium sagte, dass bereits 1400 Lang-LKW auf der Straße oder noch in der Fertigung sind. 400 Plätze sind daher noch verfügbar.
Laut der britischen Transportministerin Claire Perry soll die komplette Anzahl von 1800 Lang-LKW so schnell wie möglich auf der Straße sein. „Dies ist die letzte Chance für Frachttransporteure, an dem Programm teilzuhaben, das den Handel und die Industrie fördert“, sagte sie. Im Versuch soll gezeigt werden, dass längere Sattelanhänger zur Reduzierung von Verkehr und Kohlenstoff beitragen können.
Der zweite Jahresbericht im Juni stellt fest, dass 600.000 bis 900.000 weniger Kilometer zurückgelegt wurden als mit Standard- Sattelanhängern. Dadurch konnten 3000 Tonnen an Kohlenstoff eingespart werden. „Die FTA unterstützt den Versuch mit Lang-LKW, da sie zu Effizienz- und Umweltvorteilen führen. Diese Vorteile spielen sich am meisten bei hochvolumigen und leichten Gütern aus“, sagte der Sprecher der Freight Transport Association (FTA) James Hookham. „Bislang sind die Resultate sehr vielversprechend und wir wollen Frachttransporteure dazu ermutigen, die längeren Sattelanhänger an der Stelle einzusetzen, wo sie den besten Nutzen bringen“, betonte er. (rup)