Berlin. Die vom Umweltbundesamt geforderte Verdoppelung der LKW-Maut auf 25 Cent je Kilometer ist von Verkehrsminister Manfred Stolpe (SPD) sowie Spitzenvertretern der Automobil- und Speditionswirtschaft schroff abgelehnt worden. Stolpe nannte den Vorschlag am Dienstag "wirklichkeitsfremd". Nach einer gemeinsamen Runde im Gesprächskreis "Mobilitätsoffensive" äußerten sich der Präsident des Verbandes der Deutschen Automobilindustrie Bernd Gottschalk und der Vorsitzende des Deutschen Speditions- und Logistikverbandes, Manfred Boes, ähnlich. Eine Mauthöhe von 25 Cent sei "absolut kontraproduktiv", sagte Gottschalk. "Das ist das falsche Signal." Die deutsche Transportwirtschaft müsse wettbewerbsfähig bleiben. Das Umweltbundesamt hatte die von ihm zuvor verlangte Erhöhung der Maut von 12,4 Cent im kommenden Jahr bis auf 25 Cent im Jahr 2010 als wichtigen Schritt begründet, um den Güterverkehr verstärkt von der Straße auf die Schiene zu verlagern. Der Gesprächskreis der Verkehrswirtschaft um Stolpe, dem auch Bahnchef Hartmut Mehdorn angehört, vereinbarte, die Verzahnung der verschiedenen Verkehrszweige weiter voran zu treiben. Zur Sicherung der Mobilität solle eine öffentliche Werbe-Offensive angestoßen werden. (dpa)
Breite Front gegen verlangte Maut-Verdopplung
Stolpe, Autoindustrie und Speditionsgewerbe betrachten die Forderung des Umweltbundesamts, die Mautgebühren auf 25 Cent je Kilometer anzuheben, als "wirklichkeitsfremd"