Bern. Die BLS Cargo AG hat im ersten Halbjahr 2009 Verkehrsrückgänge von 22 Prozent im Vorjahresvergleich zu verzeichnen. Laut Mitteilung sind die Rezession und das schwierige Wettbewerbsumfeld Schiene/Strasse für die Einbußen verantwortlich. Am stärksten betroffen waren demnach die internationalen Transitverkehre (minus 29,5 Prozent). Der Binnenverkehr blieb stabil, die Verkehrsleistung der Rollenden Autobahn stieg um fünf Prozent. Der Einbruch im Jahr 2009 führte dazu, dass BLS Cargo erstmals ein negatives Halbjahresergebnis zum 30. Juli 2009 in Höhe von minus drei Millionen Franken (knapp zwei Mio. Euro) ausweist. Um den durch Nachfragerückgang entstandenen Überkapazitäten bei den Produktionsressourcen zu begegnen, haben BLS und BLS Cargo nach eigenen Angaben seit Herbst 2008 Sofortmassnahmen ergriffen. Mit einem Einstellungs- und Investitionsstopp sowie der Vermietung von Loks und Lokführern an andere Bahnen habe der Konzern bereits Einsparungen in Höhe von rund neun Millionen Franken (knapp sechs Mio. Euro) realisiert. Eine vollständige Kompensierung des Nachfrageeinbruchs sei jedoch bislang nicht möglich gewesen. BLS Cargo hat daher im Rahmen des Effizienzsteigerungsprojekts „Aufstieg 2011“ weitere strukturelle Maßnahmen eingeleitet, um Ressourcen- und Personaleinsatz weiter zu optimieren. (tk)
BLS Cargo: Verkehrsrückgänge von knapp 25 Prozent
1. Halbjahr 2009: Verkehr schrumpft um 22 Prozent gegenüber Vorjahr / Transitverkehr besonders stark betroffen / Rollende Autobahn im Aufschwung