Duisburg. Der Bundesverband der Deutschen Binnenschiffahrt (BDB) hat in einer Mitteilung darauf aufmerksam gemacht, dass die geplante dreiwöchigen Schiffahrtssperren an Main, Main-Donau-Kanal und Donau im Oktober negative Auswirkungen auf die von niedrigen Pegelständen bereits gebeutelte Binneschifffahrt haben werden. Unter anderem befürchtet der Verband, dass Verkehre auf andere Verkehrsträger abwandern und weitere Versorgungsengpässe entstehen könnten. Zwar wurde die Sperrung für die Durchführung baulicher Instandsetzungsarbeiten bereits im letztem Jahr mit dem Gewerbe abgesprochen, doch sei durch die lang anhaltende Trockenperiode der Schiffsverkehr auf der Donau "seit Wochen bereits erheblich tangiert", heißt es in dem BDB-Papier. "Um noch weiteren Schaden vom Binnenschifffahrtsgewerbe fern zu halten, müsste die beabsichtigte Sperre verschoben werden", fordert der Verband. Der BDB beklagt, dass die zuständige Wasser- und Schiffahrtsdirektion (WSD) Süd die Bitte um eine Verschiebung der Sperrung endgültig abgelehnt habe. "Die Gründe hierfür können wir nur teilweise nachvollziehen", sagte BDB-Präsident Heinz Hofmann. (vr/diwi)
Binnenschiffer bitten um Verschiebung der Sperrung von Main und Donau
Gewerbe fürchtet nach wochenlangem Niedrigwasser weiteren Schaden