Im Jahr davor gab es noch einen operativen Gewinn von 108 Millionen US-Dollar. Noch verheerender fällt der Netto-Verlust aus: 7,8 Milliarden US-Dollar im Jahr 2001, von Januar bis Dezember 2000 haben sich die Verluste dagegen nur auf vergleichsweise geringe 1,8 Milliarden US-Dollar summiert. Nach Angaben des Unternehmens entfielen vom diesjährigen Minus knapp 97 Prozent auf Firmenwertberichtigungen vor allem auf die vor einem Jahr übernommene Aspect Development. Der Umsatz ging dagegen nur um 12,5 Prozent zurück. Waren es 2000 noch gut 1,1 Milliarden US-Dollar, so haben die Texaner im vergangenen Geschäftsjahr knapp eine Milliarden US-Dollar an Einnahmen erzielt. i2-Vorstands-Chef Greg Bradly glaubt aber, dass sein Unternehmen auf dem richtigen Weg ist, um in der zweiten Hälfte dieses Jahres wieder operative Profits zu erzielen. Die Konkurrenten Siebel und SAP waren bei der Vorlage ihrer Zahlen und Ausblicke optimistischer und wollen von Jahresbeginn an Gewinne machen. Bill Beecher, Finanzvorstand, betont, die operativen Kosten seien vom dritten zum vierten Geschäftsquartal 2001 um zwölf Prozent gesenkt worden. In den kommenden sechs Monaten sollen die Kosten um weitere zehn Prozent gedrückt werden. Dazu wolle i2 seinen Plan weiter verfolgen, 50 Prozent der Produktentwicklung nach Indien zu verlagern und die Hälfte der Forschungsstandorte zu schließen.
Bilanz: i2 bricht ein
Die B-to-B-Softwareschmiede i2 Technologies hat ohne die Berücksichtigung von Firmenwertabschreibungen und Sonderausgaben einen operativen Verlust von 149 Millionen US-Dollar für das Geschäftsjahr 2001 zu verbuchen.