Im Jahr 2001 sind 1600 Transportunternehmen mit rund 20.000 Arbeitsplätzen durch Zahlungsunfähigkeit vom Markt verschwunden, schätzt der BGL (Bundesverband Güterkraftverkehr Logistik und Entsorgung e. V.). Damit habe die Zahl der Insolvenzen gegenüber dem Vorjahr um mehr als 20 Prozent zugenommen. Bereits im Jahr 2000 sei die Zahl der Insolvenzen um 29 Prozent angestiegen, gegenüber 7 Prozent in der übrigen Wirtschaft. Als Grund für diese "an eine Katastrophe grenzende Insolvenzentwicklung" nennt der Verband die Konzeption der Ökosteuer, die nur deutsche Unternehmen treffe, weil die EU-Mitbewerber diese Steuer auf Dieselkraftstoff nicht zahlen müssten. Mit der weiteren Erhöhung der Ökosteuer zum 1. 1. 2002 steige die derzeitige Zusatzbelastung für einen 40-Tonnen-Lkw von 6000 Euro auf 7500 Euro. Dieser Betrag überschreite die Gewinnerwartung im grenzüberschreitenden Verkehr um ein Vielfaches, teilt der BGL mit. Die durch die Ökosteuer angestrebte Verkehrsverlagerung von der Straße auf die Schiene finde dennoch nicht statt, weil die Schiene auf lange Sicht kaum zusätzliche marktfähige Angebote machen könne. "Die Folge: Kennzeichen D an Lastwagen werden gegen ausländische Nummernschilder ‚getauscht‘, das Fahrpersonal zahlt die Ökosteuer mit dem Verlust des Arbeitsplatzes". (jk/vr)
BGL: Neue Ökosteuerstufe verschärft Druck auf Transportgewerbe
2001 verschwanden 1600 Transportunternehmen vom Markt