Nach Meinung des Bundesverbandes Güterkraftverkehr und Logistik e.V. (BGL) bleibt die ablehnende Grundhaltung des deutschen Transportgewerbes trotz Einigung im Betreiberstreit bestehen: "Bis die von Kanzleramtschef Dr. Steinmeier und Bundesverkehrsminister Bodewig gegebenen Zusagen zur Angleichung der Kfz- und Mineralölsteuer in Deutschland an europäisches Niveau umgesetzt sind", heißt es in einer Mitteilung des Verbandes.
Der BGL fürchtet, dass ohne Harmonisierung in Deutschland rund 10.000 Betriebe und 100.000 Arbeitsplätze unmittelbar bedroht sind. Ausländische Transportunternehmen warten darauf, in die von Konkursen deutscher Transportunternehmen hinterlassenen Lücken vorzustoßen.
Gleichzeitig ruft der Verband zum Boykott der Maut-Erfassungsgeräte auf. Die Mitglieder des Verbandes sollen auf den Einbau der Geräte zur elektronischen Erfassung der Lkw-Maut verzichten. "Hierzu bestehe keine gesetzliche Verpflichtung", rechtfertigt der BGL seinen Boykottaufruf. (tw)