Bundesverkehrsminister Kurt Bodewig hat auf der Jahrestagung des Bundesverbandes Güterkraftverkehr, Logistik und Entsorgung (BGL) die vom Transportgewerbe gehegten Erwartungen nicht erfüllt. "Die Rede war hinreichend unpräzise", sagte ein enttäuschter BGL-Präsident Hermann Grewer. Bodewig hatte als Ausgleich für die geplante Maut eine Senkung der Kfz-Steuer auf den EU-Mindestsatz in Aussicht gestellt. Außerdem kündigte er Subbventionen für das deutsche Transportgewerbe an, sollten die Mineralölsteuervergünstigungen in den anderen EU-Staaten Ende 2002 nicht auslaufen. "Unser Optimismus hat einen Dämpfer erhalten", bekannte Grewer vor der Presse. Das Entgegenkommen bei der Kfz-Steuer bezeichnete er als "nicht maßgeblich", da in Deutschland derzeit schon bis zu 12.000 Mark mehr pro Lastzug gezahlt werde müsse als in anderen EU-Staaten Grewer kündigte mit Blick auf das Wahljahr 2002 an, dass sich das Gewerbe deutlich Gehör verschaffen werde, wenn die Politik das Verprechen nach größtmöglicher Harmonisierung nicht einlöse. (vr/cd)
BGL-Führungsspitze enttäuscht von Bodewig
Ausgleich für Lkw-Maut bleibt hinter den Erwartungen zurück