Brüssel. Im flämischen Landesteil Belgiens droht dem LKW-Verkehr am Donnerstag Ungemach durch Protestaktionen der belgischen Zollverwaltung. Darauf weist der belgische Güterkraftverkehrsverband Febetra in Brüssel hin. Der Grund für diesen Protest ist die Absicht des belgischen Finanzministeriums, rund 300 Zollmitarbeiter der Zuständigkeit des flämischen Landesteils zu überstellen. Bei den Protesten wollen die Zollbeamten auf den wichtigen Fernstraßen „Sonderkontrollen“ von Lkw durchführen. Für die Febetra sind solche hoheitlichen Eingriffe jedoch nur dann akzeptabel, wenn eine solche Kontrollen einem konkreten Ziel dient, nicht jedoch, „um sie als Instrument gewerkschaftlicher Macht zu missbrauchen“. Die Unternehmen müssten mit dem stundenlangen Ausfall von LKW und entsprechenden Kosten rechnen. Das in einer Zeit, wo weite Teile des Transportgewerbes weiter ums Überleben kämpften. Der Verband hat inzwischen die zuständigen Ministerien ersucht, diese Aktionen in jedem Fall zu verhindern. Nach VerkehrsRundschau-Informationen haben die flämischen Zöllner ihre Kollegen in Wallonien inzwischen um „Unterstützung“ und damit um die Durchführung ähnlicher Aktionen auf den wichtigen Straßen des wallonischen Landesteils gebeten. Zudem soll es Absichten geben, die Aktionen noch weiter zu verschärfen. (eha)
Belgien: Flämische Zöllner planen Proteste
LKW-Verkehr soll durch „Sonderkontrollen“ getroffen werden / Gewerbe ist aufgebracht