Fulda. Der Plan der Verkehrsgewerkschaft GDBA, sich Ende 2010 mit Transnet zusammenzuschließen, stößt bei der Dachorganisation Deutscher Beamtenbund auf scharfe Kritik. Beamtenbund-Vorsitzender Peter Heesen warnte am Donnerstag vor den Nachteilen eines Austritts aus dem Beamtenbund. Die GDBA-Delegierten trafen sich in Fulda zu einem außerordentlichen Gewerkschaftstag, um über den Kurs Richtung Fusion zu entscheiden. Transnet gehört dem Deutschen Gewerkschaftsbund (DGB) an. Heesen schrieb in einem Brief, der an die GDBA-Delegierten verteilt wurde, die angestrebte Verbindung unter dem Dach des DGB habe „schon jetzt einen tiefen Riss innerhalb der Mitgliedschaft hervorgerufen“. Das zeige sich in zahllosen Briefen und Anrufen, die beim Beamtenbund eingingen. Wenn die Delegierten dem Leitantrag des Vorstands für die Einleitung der Fusion mit Transnet zustimmten, bedeute dies das sofortige Ende der GDBA-Mitgliedschaft im Beamtenbund, erklärte Heesen. Die GBDA-Mitglieder müssten dann auch auf die Leistungen des Beamtenbunds verzichten. „Sie sollten sich dieser Heimat nicht berauben“, schrieb Heesen an die Delegierten. (dpa)
Beamtenbund gegen Fusion der Bahngewerkschaften
Beamtenbund-Vorsitzender Peter Heesen warnt vor den Nachteilen eines Austritts aus dem Beamtenbund / angestrebte Verbindung verursachte „tiefen Riss innerhalb der Mitgliedschaft"