Bahnfahren wird am Sonntag teurer

07.12.2007 14:55 Uhr

Höhere Preise für Tickets, Bahncards und Reservierungen, aber auch neue ICE-Verbindungen sowie mehr Service in der Ersten Klasse.

Berlin. Der Fahrplanwechsel bei der Deutschen Bahn bringt an diesem Sonntag Änderungen für Millionen Reisende. Fahrkarten im Nah- und Fernverkehr kosten im Schnitt 2,9 Prozent mehr und werden damit zum zweiten Mal in diesem Jahr teurer. In der Ersten Klasse steigen die Preise stärker als in der Zweiten. Ein Ticket kostet künftig 1,6-mal (bisher: 1,57-mal) mehr als eines in der Zweiten Klasse.Der bundeseigene Konzern hatte die Anhebung schon im September mit Verweis auf höhere Energie- und Personalkosten angekündigt. Der Verkehrsclub Deutschland (VCD) kritisierte am Freitag, regelmäßig steigende Preise drohten vor allem neue Kunden abzuschrecken. Zuletzt waren Fahrkarten am 1. Januar 2007 teurer geworden. Eine einfache Fahrt zweiter Klasse im ICE kostet künftig zum Beispiel von Hamburg nach Berlin 65 statt 62 Euro, zwischen Köln und Hannover 61 statt 59 Euro, von München nach Frankfurt/Main 85 statt 81 Euro. Bahncards für Vielfahrer werden um durchschnittlich 3,8 Prozent teurer. So kostet die Karte mit 50 Prozent Rabatt künftig 220 Euro statt 212 Euro. Dafür ist die Auslands-Ergänzung „Railplus“ automatisch enthalten, für die bislang auf Wunsch 15 Euro zusätzlich fällig waren. Eine Bahncard mit 25 Prozent Ermäßigung kostet künftig 55 statt 53 Euro. Sitzplatzreservierungen für Fernzüge werden um 50 Cent teurer und kosten am Automaten oder im Internet künftig zwei Euro, am Schalter vier Euro. Der Preis für das Schönes-Wochenende-Ticket steigt um zwei auf 35 Euro. Auch zahlreiche Ländertickets werden um ein oder zwei Euro teurer. Die Preiserhöhung bringt der Bahn nach eigenen Angaben Zusatzeinnahmen von rund 60 Millionen Euro pro Jahr. Von Sonntag an rollen ICE erstmals auch nach Dänemark, und zwar von Berlin und Hamburg nach Kopenhagen und Århus. Daneben wird Österreich mit einer neuen Linie von Dortmund und Frankfurt/Main nach Wien in den ICE-Takt einbezogen. Auf der im Juni eröffneten Paradetrasse nach Paris wird der ICE-Takt verdichtet. Der französische Hochgeschwindigkeitszug TGV fährt im Gegenzug erstmals bis nach München. Um mehr Kunden für die Erste Klasse der ICE zu gewinnen, soll der Service verbessert werden. Neben 200 zusätzlichen Mitarbeitern für die Betreuung in den Zügen wird laut Bahn das Tageszeitungsangebot erweitert, verteilt werden sollen auch kleine Snacks. Die Zahl der Erste-Klasse-Tickets soll dadurch binnen eines Jahres um eine Million gesteigert werden.

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