Berlin. Bahn-Chef Rüdiger Grube hat den Nachhaltigkeitsbericht des Unternehmens vorgelegt. Das darin formulierte Ziel bis 2020 lautet: 20 Prozent weniger spezifische CO2-Emissionen im Vergleich zu 2006 für das gesamte Geschäft – auf der Schiene, der Straße, zur See und in der Luft. Vor dem Hintergrund der aktuellen Wirtschaftssituation, aber auch der gesellschaftlichen Diskussion über den Klimawandel hat Grube die DB-Zukunft im Blick: „Unsere kühne Vision ist ein CO2-freier Schienentransport“". Entsprechend treibe die DB technische Innovationen im Zuge ihrer Klima- und Energiestrategie voran. Dabei setze sein Unternehmen auf dessen Stärken, Verkehrssysteme übergreifend zu verknüpfen und somit Mobilität umweltverträglich auszubauen. „Auch in der Konjunkturkrise wird die DB nachhaltig wirtschaften“, sagt Grube. So habe die DB sowohl im Personen- als auch im Güterverkehr jetzt völlig CO2-freie Produkte für ihre Großkunden im Angebot. Dies funktioniere so: Ist der Kunde am CO2-freien Produkt interessiert, berechne die DB den Energiebedarf für die Transportleistung. Diese Strommenge kaufe die DB zusätzlich aus regenerativen Energiequellen in Deutschland ein. So werde der Ausstoß von CO2 komplett vermieden. Die Mehrkosten von rund einem Prozent des Ticket- beziehungsweise Transportpreises werde dem Kunden berechnet. (sv)
Bahn-Chef visioniert vom CO2-freien Schienentransport
Zweiter Nachhaltigkeitsbericht der DB erschienen / Klimaschutzziel: 20 Prozent weniger CO2. Bahn bietet CO2-freie Produkte an / CO2-freier Transport ein Prozent teurer