Berlin. "Alle betriebsnotwendigen Grundstücksflächen werden den Infrastruktur- und Verkehrsunternehmen des Konzerns zugeordnet", bot Mehdorn in einem der Nachrichtenagentur Dpa vorliegenden Schreiben an Bundesverkehrsminister Wolfgang Tiefensee (SPD) an. "Es handele sich um rund 50 Millionen Quadratmeter mit einem Buchwert von rund 500 Millionen Euro." Bei der Holding selbst sollen gut 200 Millionen Quadratmeter Fläche im Buchwert von zwei Milliarden Euro verbleiben, "die den Infrastruktur-beziehungsweise Verkehrsunternehmen nicht zugeordnet werden können". Mit diesem Schritt geht der Konzern vor allem auf Forderungen des Bundesrechnungshofes (BRH) ein. Dieser hatte moniert, dass zahlreiche Immobilien in der Bilanz der Konzernmutter zugeordnet wurden und nicht den Tochtergesellschaften wie der Netz AG. Damit wäre im Zusammenhang des geplanten Börsengang das Gleisunternehmen für den Fall seiner eigentumsrechtlichen Zuordnung zum Bund nach Experten-Angaben erheblich unterbewertet. Tiefensee hatte angekündigt, das Immobilienproblem mit Mehdorn zu lösen, um die jetzt anstehenden Entscheidungen über die Teilprivatisierung der Bahn treffen zu können.
Bahn-Chef Mehdorn will Teil der Immobilien auf Bahn-Töchter übertragen
In der Auseinandersetzung um die konzerninterne Zuordnung von Grundstücken hat Bahnchef Hartmut Mehdorn jetzt eingelenkt.