Köln. Trotz teils drastischer Aufkommensrückgänge im Jahr 2009 gehen die Marktteilnehmer ebenso wie aktuelle Verkehrsprognosen längerfristig von einer weiter zunehmenden Bedeutung der Ost-West-Verkehre für die Verkehrswirtschaft aus. Das ergab ein Bericht über die Ost-West-Eisenbahngüterverkehre, den das Bundesamt für Güterverkehr (BAG) im Auftrag des Bundesministeriums für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung erstellt hat. Damit der Eisenbahngüterverkehr hiervon entsprechend profitieren kann, gilt es, die Wettbewerbsposition für den Schienenverkehr weiter zu verbessern. Trotz europäischer Harmonisierungsbestrebungen stehen diesem Ziel aus Sicht der Beteiligten jedoch zahlreiche Hemmfaktoren entgegen. Zu nennen seien dabei insbesondere die weiterhin bestehenden Unterschiede bei den nationalen Eisenbahnsystemen. Darüber hinaus wirken sich Mentalitäts- und Sprachunterschiede sowie ein konjunkturell bedingter Verfall der Transportpreise zunehmend auf die Wettbewerbsfähigkeit der Eisenbahnunter-nehmen im grenzüberschreitenden Verkehr auf der Ost-West-Achse aus. Gemeinsam mit der Bahnindustrie gelinge es den Beteiligten häufig, entsprechende Lösungen zur Überwindung technischer Hemmnisse zu finden. Weiterer Handlungsbedarf werde seitens der Marktteilnehmer im Hinblick auf eine verbesserte Interoperabilität gesehen, bei der Harmonisierung von Zulassungsverfahren oder bei der gegenseitigen Anerkennung bestehender nationaler Standards. (ab)
BAG: Ost-West-Verkehre gewinnen weiter an Bedeutung
Unterschiede bei den nationalen Eisenbahnen sowie Mentalitäts- und Sprachunterschiede schmälern die Wettbewerbsstärke für den Schienenverkehr