Stuttgart. Die Binnenschiffer im Südwesten spüren nach harten Monaten während der Wirtschaftskrise wieder einen leichten Aufwind. Zwar lagen die Gütertransporte im ersten Quartal dieses Jahres noch um sechs Prozent unter Vorjahr, wie das Statistische Landesamt am Montag in Stuttgart mitteilte. Im März habe sich der Güterumschlag aber bereits wieder auf dem Niveau von 2009 bewegt.
Im abgelaufenen Jahr wurden in den baden-württembergischen Häfen sowie an den Lösch- und Ladeplätzen insgesamt 30,7 Millionen Tonnen Güter im Binnenverkehr umgeschlagen. Das waren zehn Prozent weniger als im Jahr zuvor. Trotz dieses Abwärtstrends schnitt der Südwesten im Bundesdurchschnitt noch vergleichsweise gut ab: Dieser lag bei minus 17 Prozent. In Baden-Württemberg wird nach Nordrhein-Westfalen bundesweit der zweitgrößte Güterumschlag in der Binnenschifffahrt erzielt.
Umwelt- und Verkehrsministerin Tanja Gönner (CDU) kündigte an, den Binnenschifffahrtsverkehr in den kommenden Jahren im Land noch weiter zu stärken. „Der Gütertransport auf Schiffen ist eine umweltfreundliche Alternative zur Straße", betonte die Ministerin. Nach einer aktuellen Studie könnte bis zum Jahr 2025 der Schiffsgütertransport im Land um über 80 Prozent gesteigert werden. Die Häfen an Rhein, Neckar und Main müssten dazu aber zu Verkehrsdrehscheiben weiter entwickelt werden. (dpa)