Berlin/Stuttgart. Baden-Württemberg fühlt sich bei der Verteilung der Straßenbau-Mittel des Bundes benachteiligt - und fordert kurzfristige Sonderzuweisungen. Der Südwesten habe nach dem Aufbau Ost „Nachholbedarf“, anders lasse sich der dringend notwendige und rund 400 Millionen Euro teure sechsspurige Ausbau des A-8-Albaufstiegs nicht realisieren, sagte Baden-Württembergs Minister für Bundes- und Europaangelegenheiten, Wolfgang Reinhart (CDU), den „Stuttgarter Nachrichten“. Trotz überdurchschnittlicher Verkehrsbelastung bekommt Baden-Württemberg deutlich weniger Geld für den Bau von Bundesstraßen und Autobahnen als andere Bundesländer. Laut einer Antwort der Bundesregierung würden im Südwesten nur knapp ein Drittel der als vordringlich eingestuften Projekte umgesetzt. Der Bundesdurchschnitt liege bei der Hälfte, den neuen Bundesländern würden sogar bis zu 75 Prozent der wichtigsten Wünsche im Straßenbau erfüllt. Reinhart forderte dauerhaft eine andere, „bedarfsgerechte Verteilung der Mittel“. Dem Bericht zufolge liegt das Verkehrsaufkommen auf den Autobahnen in Baden-Württemberg um rund 20 Prozent über dem Bundesdurchschnitt. Die Bundesstraßen im Südwesten seien sogar um 45 Prozent höher belastet als anderswo. (dpa)
Baden-Württemberg fordert mehr Geld für Straßenbau
Der Südwesten fühlt sich bei der Verteilung der Straßenbau-Mittel des Bundes benachteiligt